Die negative Umkehrung der Evolution

Warum muss man für positive Beispiele des Evolutionsprozesses die frühen Vorfahren des Menschen bemühen? Warum findet man keine aktuellen positiven Beispiele, wo doch der Mensch jetzt so weit entwickelt ist? Und warum findet man aber jede Menge negativer Beispiele für den Evolutionsprozess in der aktuellen Entwicklung des Menschen? (Ich habe zwar bisher nur das Beispiel ADHS genannt, aber ich hatte Sucht und Depression bereits kurz erwähnt und es gibt zahlreiche weitere ähnlich gelagerter unheilbarer Krankheiten, die einen negativen Evolutionsprozess repräsentieren.)

Der positive Evolutionsprozess basiert ganz grundlegend darauf, dass der Mensch seinem individuellen Aktivitätsdrang folgt und diesen in entsprechendes Verhalten umsetzt. Und das geschieht aber immer weniger. Warum?!

Weil sich in der jüngeren Evolutionsgeschichte des Menschen eine weitere Instanz herausgebildet hat, welche bei der Steuerung des Verhaltens mitmischt: der rationale Verstand.

Der rationale Verstand hat den individuellen Aktivitätsdrang über einen Jahrtausende langen Entwicklungsprozess hinweg in kleinen Schritten immer mehr von der Steuerung des Verhaltens verdrängt. Das betrifft grundsätzlich alle Menschen, aber nicht alle in einem so starken Ausmaß wie die, welche so sehr an ADHS, Sucht oder Depression leiden, dass es als Krankheit wahrgenommen wird. All diese Phänomene stellen in schwächer ausgeprägter Form gesellschaftliche Massenphänomene dar. Die als Krankheit wahrgenommenen Fälle bilden nur die äußerste Spitze des Eisbergs.

Der rationale ...

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