Das Puzzle - die Illusionen der Wissenschaft

Die wissenschaftliche Weltsicht bezieht ihre hohe suggestive Überzeugungskraft aus zwei Punkten:

Ich nenne es „das Puzzle“. Es enthält die Puzzle-Teile, mit denen die wissenschaftliche Weltsicht ihre Lücken stopft und ihre Widersprüche zur Realität verschwinden lässt:

  1. Der Zufall wird als eine Tatsache gehandhabt, obwohl er niemals als Tatsache festgestellt werden kann. Zufall bedeutet: „Wir können keine Gesetzmäßigkeiten des Verhaltens feststellen.“ Ob es aber tatsächlich auch keine gibt, das wissen wir nicht. Chaos und Komplexität sollen den Zufall „erklären“. Tatsache ist aber, dass selbst bei den Systemen, für die Chaos und Komplexität als verhaltensbestimmende Faktoren plausibel sind, niemals ausgeschlossen werden kann, dass es darüber hinaus noch verhaltensbestimmende Gesetzmäßigkeiten gibt. Der Zufall steht in der wissenschaftlichen Weltsicht für die Lücken unerkannter Gesetzmäßigkeiten.
  2. Das Unterbewusstsein: Im Rahmen der wissenschaftlichen Weltsicht können nur solche Wahrnehmungen relevant und real sein, die über die äußeren Sinnesorgane kamen. Da die menschliche Psyche aber haufenweise nützliche Informationen liefert, bei denen ein Zusammenhang zur äußeren Wahrnehmung nicht feststellbar ist, erfand man das Unterbewusstsein, dem man unterstellt, diesen Zusammenhang auf irgendeine geheimnisvolle Weise irgendwie herzustellen. Also irgendwie hat sich das Unterbewusstsein seine Informationsschätze aus der äußeren Wahrnehmung zusammengedichtet. Wir haben zwar nicht die geringste Ahnung, wie das geschehen sein soll, aber wir behaupten dennoch, dass es so war.
  3. Die Evolutionstheorie soll erklären, wie ein ausschließlich auf Naturgesetzen und Zufall basierendes System zur Aufwärtsentwicklung fähig ist. Dabei wird allerdings folgende, eigentlich offensichtliche Tatsache großzügig übersehen: Die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällige Veränderung der Gene etwas funktional Sinnvolles hervorbringt, ist so unvorstellbar winzig klein, dass es vollkommen ausgeschlossen ist, eine Entwicklung wie die Evolution könne auf einem derart unwahrscheinlichen Ereignis basieren. Und auch ein sehr langer Zeitraum von Millionen Jahren macht eine Entwicklung, die gar nicht nach oben gehen kann, nicht plausibler.
  4. Die menschliche Unfähigkeit muss dafür herhalten zu erklären, warum so viele theoretische und „wasserdicht bewiesene“ Lösungen der Wissenschaft praktisch nicht funktionieren. Eines der Merkmale der wissenschaftlichen Weltsicht sind unendliche, fruchtlose Anstrengungen, die niemals zum Ziel führen. An den Lösungen liegt’s natürlich nicht (ist ja alles bewiesen), sondern daran, dass Menschen sich nicht genügend anstrengen oder es immer wieder falsch machen. Tatsächlich handelt es sich bei all diesen erfolglosen Anstrengungen, um einen sinnlosen Kampf gegen Symptome, deren tatsächliche Ursachen man nicht kennt (Don Quijote lässt grüßen).

Diese Auflistung erhebt noch lange keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wissenschaft erschafft Illusionen eines Wissens, das gar nicht existiert. Dabei wusste bereits Sokrates:

Ich weiß, dass ich nicht weiß!

Die ungeschminkte Konfrontation mit den eigenen Wissenslücken ist der Schlüssel zu echter Erkenntnis!

nächstes Kapitel: Die Entwicklung des rationalen Verstandes
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