Sündenfall

Während die Wissenschaft das Problem gar nicht kennt, spielt die „rationale Isolation“ in der Religion jedoch eine zentrale Rolle und zwar als „Sündenfall“:

Adam und Eva aßen die verbotene Frucht vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen. Damit begingen sie die „Ursünde“, die seither an alle Nachkommen als „Erbsünde“ weitergegeben wird. Durch den Sündenfall wurde der Mensch von Gott getrennt und flog aus dem Paradies raus. Der Unheilsgeschichte von Adam und Eva steht die Heilsgeschichte von Jesus Christus gegenüber, welcher der Menschheit den Weg zurück ins Paradies weist. Die Erbsünde hingegen führt in die Hölle.

Das Wissen von Religion, Mythologie und Weisheitslehren dient genau diesem einen Ziel: Dem Menschen den Weg zur Überwindung der rationalen Isolation zu zeigen und ihn dazu zu bringen, die Informationen aus seiner inneren Wahrnehmung zur Lösung seiner Probleme zu nutzen. („Das Königreich Gottes ist in euch.“) Was in der Religion als „Trennung des Menschen von Gott“ erscheint, ist in einer etwas weniger mythologischen Formulierung „die Trennung des rationalen Verstandes von seiner wichtigsten Informationsquelle“, nämlich der inneren Wahrnehmung. Das „Ich“ als Quelle des „individuellen Aktivitätsantriebs“, erscheint im Kontext der Religion als „Seele“. Die scheinbar so fortgeschrittene Wissenschaft ist die einzige Weltsicht, die dieses wichtigste Menschheitswissen gar nicht enthält.

Die extrem negative Bewertung der rationalen Isolation als „Ursünde“ in der Religion weist auf die große Bedeutung der inneren Wahrnehmung für die Lösung der menschlichen Probleme hin. Die wissenschaftliche Sicht betrachtet die Religion gern als eine Tatsachenangelegenheit ...

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